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Ärztemangel in Deutschland

In Deutschland fehlen derzeit 15.000 Ärzt*innen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Viel Expert*innen, wie Vertreter der Bundesärztekammer, gehen davon aus, dass sich dieser Mangel weiter verschärfen wird, da die Gründe für den bereits existierenden Ärztemangel kurzfristig nicht zu regulieren sind.  Als Gründe werden von Dr. Lundershausen (Vizepräsidentin der Bundesärztekammer) der demographische Wandel und der steigende Bedarf an medizinischer Versorgung genannt.

Im Zusammenhang mit dem Demographischen Wandel entsteht ein Ärztemangel, so argumentiert Dr Lundershausen weiter, weil zum einen in den kommenden Jahren eine hohe Zahl an Ärzt*innen in den Ruhestand gehen (die geburtenstarken Jahrgänge von 1950-1969) und diese nicht in ausreichendem Maße ersetzt werden, da es nicht genügend Medizinstudent*innen gibt. Hinzu kommt, dass der Anteil der Teilzeitarbeitenden Ärzt*innen in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist und weiter wachsen wird.

Gründe hierfür sind die steigende Arbeitsbelastung die viele Ärzt*innen durch eine Teilzeitstelle kompensieren und die Tatsache, dass der Frauenanteil in der Ärzteschaft in den letzten 30 Jahren um mehr als 30 Prozent gestiegen ist und weiter steigen wird, weil der Anteil der Medizinstudent*innen mit 62% bereits jetzt deutlich über dem Anteil der Männer liegt. Die Ärztinnen sind im hohen Maße in Teilzeit beschäftigt- das ist in diesem Bereich so wie in jedem anderen Arbeitsbereich in Deutschland nach wie vor eine Tatsache: „Knapp die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen arbeitete im Juni 2021 in Teilzeit“ (Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/). Dieser Anstieg an Teilzeitarbeitenden führt dazu, dass man 1,2 Ärzt*innen benötigt, um eine Vollzeitstelle zu besetzen.

Im Zusammenhang mit dem steigenden Bedarf an medizinischer Versorgung führte Dr. Lundershausen aus, dass der Hauptgrund hier in der massiven Zunahme der Volkskrankheiten liegt. Als exemplarisches Beispiel nannte sie den Diabetes Typ 2. Bereits heute sind ca. 10 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes Typ 2 erkrankt (wenn man die Menschen mit Prädiabetes und den nichtdiagnostizierten Diabetes miteinbezieht) und im Jahr 2040 werden 12 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 erkrankt sein, so die Aussage des Deutschen Diabetes Zentrums.

Folgende Maßnahmen schlägt die Bundesärztekammer vor, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken:

  1. Erhöhung der der Studienplätze in der Medizin, idealerweise um 6000.
  2. Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Ärzteschaft durch Bürokratieabbau und eine Digitalisierungsstrategie.
  3. Die Definition einer „adäquaten Personalausstattung“ anstatt einer Definition einer Mindestbesetzung. Bei einer Personalausstattung, die dem tatsächlichen Bedarf gerecht wird, werden auch Faktoren wie Assistenzarztweiterbildung, Facharztweiterbildung, Zeit für Gespräche mit Patienten usw. berücksichtigt.

 

Quellen:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/%C4rztemangel?s=&p=1&n=1&aid=225635
https://infothek-gesundheit.de/aerztemangel-in-deutschland-woran-liegt-dies-und-was-kommt-in-den-naechsten-jahren-auf-uns-zu/
https://statistik.arbeitsagentur.de/

Diabetes-Uhr

 

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